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Donnerstag, 23 April 2020 10:28

Hessen unterstützt Klubs mit bis zu 10 000 Euro – Sportkreis begrüßt Förderprogramm

Finanzielle Hilfe für Vereine

Donnerstag, 23. April 2020, Wolfhager Allgemeine / Sport
Original Zeituntsauszug siehe PDF Download


Finanzielle Hilfe für Vereine
Hessen unterstützt Klubs mit bis zu 10 000 Euro – Sportkreis begrüßt Förderprogramm

Guthaben oder nichts haben: Seit die Corona-Krise das Vereinsleben still gelegt hat, dreht sich dort vieles um Geld. Das Land Hessen stellt für sie ein Förderprogramm bereit. Foto: rsm
Wiesbaden/Wolfhagen – Darauf haben viele Vereine in der Corona-Krise gewartet: Die Landesregierung hat ein finanzielles Hilfspaket für die rund 41 000 gemeinnützigen Vereine in Hessen geschnürt. Der Sportkreis Region Kassel begrüßt das Programm, wenngleich noch einige Fragen offen sind.
Wegen der vielen Beschränkungen könnten viele Klubs ihre Arbeit kaum oder nur schwer aufrechterhalten, begründete Ministerpräsident Volker Bouffier das Förderprogramms „Weiterführung der Vereins- und Kulturarbeit“ bei der Vorstellung.


Wer einen Antrag stellt, kann bis zu 10 000 Euro an finanzieller Unterstützung erwarten, die nicht zurückgezahlt werden muss. Die Finanzmittel können ab Mai online beantragt werden. Das Geld soll aus dem jüngst beschlossenen Nachtragshaushalt kommen. Die Laufzeit dieses Förderprogramms ist auf den 31. Dezember datiert.
Es können Gelder beantragt werden unter anderem für Nachwuchsarbeit, Mieten/Betriebskosten, Instandhaltungen, aber auch für Ausgaben, die für bereits in Auftrag gegebene und durch die Pandemie abgesagten Projekte (Storno- und Reisekosten, Ausfallhonorare, Werbung, Sachkosten) gezahlt wurden.
Gemeinnützige Vereine aus allen Bereichen, ob Sport, Kultur, Naturschutz oder Bildung können einen Antrag bei dem jeweils zuständigen Ministerium stellen (Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!). Allerdings nicht ohne Gegenleistung. Die Vereine müssen in dem Antrag ihre finanzielle Situation offenlegen, plausibel machen, wie derzeit ihre Finanzlage und ihre Kostensituation ist.

Wie bürokratisch und aufwendig diese Formalien für die Vereine sein wird, könne man noch nicht sagen, meinte der Vorsitzende des Sportkreises Region Kassel, Roland Tölle auf Anfrage unserer Zeitung. Das Programm sei ja gerade erst veröffentlicht worden. Man habe aber das zugehörige Antragsformular schon einmal unter die Lupe genommen. Die Folge: Einige Details müssten noch hinterfragt werden. Ähnlich äußert sich sein Stellvertreter Willi Röhn: „Grundsätzlich ist es positiv, wenn die Vereine gefördert werden. Die Kriterien für die Förderung müssen wir aber noch genau prüfen.“
Grundsätzlich aber wird der Sportkreis den Vereinen helfen, das Formular auszufüllen, sagt Tölle. Da andere Sportveranstaltungen ja fehlen, wären in der Geschäftsstelle des Sportkreises Kapazitäten frei. Und es sei erklärtes Ziel des Sportkreises, die Vereine, wo immer möglich, zu entlasten.

Ausführlich wird sich der Geschäftsführende Vorstand des Sportkreises am 4. Mai mit dem Förderprogramm auseinandersetzen. „Dann haben wir eine Sitzung – natürlich in einem ganz großen Saal“, sagt Tölle.
Unabhängig von dieser Sitzung und auch unabhängig vom Laufzeitende am 31. Dezember rät der Sportkreis-chef den Vereinen aber schon jetzt, sich mit dem Förderprogramm auseinanderzusetzen und den Antrag zu bearbeiten. Man habe es deshalb auch auf der Homepage des Sportkreises veröffentlicht, so Tölle.
Ähnlich wie im Sportkreis Region Kassel ist es auch in den anderen nordhessischen Sportkreisen. Auch dort wird das Programm begrüßt, aber auch auf offene Fragen verwiesen. Waldeck-Frankenbergs Vorsitzender Uwe Steuber befürchtet beispielsweise, dass die Vereinskasse leer sein müsse, um Fördermittel zu erhalten. Deshalb seien Gespräche mit dem Landessportbund nötig. Ziel der Sportkreise ist es, dass Vereine eine gewisse Rücklage haben dürfen. Schließlich wurde dieser kleine finanzielle Puffer durch viel ehrenamtliche Arbeit erwirtschaftet. Steuber: „Ein Notgroschen muss bleiben.“
mrß/rsm