Donnerstag, 24 Dezember 2020 11:24

Gesegnete Weihnachten und ein trotz Corona frohes neues Jahr

Liebe Mitstreiterinnen/er im Sport,
ein unruhiges und vom Verzicht geprägtes Jahr neigt sich dem Ende zu. Ich möchte mich noch einmal ausdrücklich für die gute und vertrauensvolle Zusammenarbeit -  auch oder besonders in diesen schwierigen Zeiten bedanken. Ich wünsche Euch und Euren Familien eine besinnliche Weihnachtszeit und ein freundlicheres Jahr 2021!!!

Weil in 2020 so vieles nicht so war wie sonst und wir uns auch bei der traditionellen Weihnachtsfeier nicht sehen können, mache ich auch etwas Ungewöhnliches und erzähle eine Geschichte:

Eine alte Parabel erzählt von einem alten Bauern, der einen kleinen Acker mit einem alten, müden Pferd bestellte und mehr als schlecht und Recht mit seinem einzigen Sohn davon lebte.

Eines Tages lief ihm sein Pferd davon. Alle Nachbarn kamen und bedauerten ihn wegen des Unglücks. Der Bauer blieb ruhig und sagte: "Woher wisst ihr, das es ein Unglück ist?"  In den nächsten Wochen kam das Pferd zurück und brachte Wildpferde mit. Die Nachbarn kamen und gratulierten ihm zu seinem großen Glück.
Der Bauer antwortete bedächtig: "Woher wisst ihr dass es Glück ist?".

Der Sohn fing die Pferde ein, nahm sich das wildeste und ritt darauf los. Aber das temperamentvolle Pferd warf ihn ab und der Sohn brach sich ein Bein. Alle Nachbarn kamen und jammerten über das Unglück.
Der Bauer blieb wieder ganz ruhig und sagte: "Woher wisst ihr das es ein Unglück ist?" Bald darauf brach der Krieg aus und alle jungen Männer mussten zur Armee. Nur der Sohn mit seinem gebrochenen Bein durfte zu Hause bleiben.

Wir sehen Glück und Unglück oft nur vordergründig, ungenau und falsch. Wir denken - wie die Nachbarn - nur an das Sichtbare und Heutige. Aber die Dinge liegen oft ganz anders, tiefer und in größeren Zusammenhängen.

Versuchen wir also mehr die Hintergründe, die Zusammenhänge und die Auswirkungen zu sehen. Aber wichtiger als das Verstehen ist immer das Vertrauen!!

Herzliche Grüsse,
Roland Tölle