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Nachruf: Ehrenmitglied Volker Hennig 87-Jährig verstorben

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Große Zuverlässigkeit und leidenschaftliches Engagement für den Sport. Das sind Eigenschaften, die Volker Hennig auszeichneten. Nun ist der passionierte Turner und Radfahrer im Alter von 87 Jahren verstorben. Gut 40 Jahre engagierte Hennig sich im nordhessischen Sport.

Der gebürtige Berliner, der 1944 mit Eltern und Geschwistern nach Nordhessen kam, war begeisterter Sportler, wirkte als Trainer und leitet die Turnersparte beim KSV Hessen Kassel sowie später beim KSV Auedamm. Darüber hinaus brachte er sich beim Sportkreis Region Kassel, dem Turngau Nordhessen und dem KSV Hessen Kassel in der Öffentlichkeits- und Pressearbeit ein. Doch nicht nur als ehrenamtlicher Pressewart, sondern auch als freier Mitarbeiter der nordhessischen Tageszeitung HNA sorgte er dafür, dass zahlreiche Sportveranstaltungen in die Öffentlichkeit kamen.

„Volker Hennig war immer, wirklich immer da und hat über den Sport berichtet“, blickt Roland Tölle, Vorsitzender des Sportkreis Region Kassel, auf die ehrenamtliche Tätigkeit von Hennig als Pressewart beim Sportkreis zurück. Den Posten übernahm der Berufssoldat im Jahr 2000. 2022 wurde er für sein Engagement zum Ehrenmitglied des Sportkreis Kassel ernannt. „Volker zeichnete sich durch seine ruhige, gewissenhafte Art aus“, beschreibt Tölle ihn.

Mit der Pressearbeit im Sportverein begann Hennig aber schon einige Jahre früher. Im Jahr 1986 für den KSV Hessen Kassel, ab 1989 – ab seinem Ruhestand – folgte dann auch der Turngau Nordhessen. „Der Turngau Nordhessen verliert mit Volker Hennig einen Turnbruder, der maßgeblich das Turnen in Nordhessen öffentlich bekannt gemacht hat“, hob Martina Hohmann-Michels, Vorsitzende des Turngau Nordhessens, das Engagement von Hennig hervor, der 2020 vom Turngau Nordhessen zum Ehrenmitglied ernannt wurde.

Seine eigene Turnkarriere begann Hennig mit 16 Jahren. Anfangs beim ACT Kassel, wechselte Hennig wenig später zum KSV Hessen Kassel. Bereits nach zwei Jahren wurde er Hessischer Jugendmeister der A-Jugend im Deutschen Sechskampf. Es folgten 1963 und 1966 die Erfolge als Hessischer Mannschaftsmeister. Die Sportleiterqualifikation sowie die Bundeslizenz zum Kampfrichter im Kunstturnen männlich erwarb er während seiner aktiven Bundeswehrzeit und gab seine Turnleidenschaft an den Nachwuchs weiter. Unter anderem an seine Söhne, die er bis zur 2. Bundesliga begleitete. Außerdem übernahm er 1990 die Leitung der Turnabteilung des KSV und überführte diese während des Konkurses in den KSV Auedamm.

Für sein jahrzehntelanges Wirken erhielt Volker Hennig neben zahlreichen Vereinsehrungen: Bereits 1988 wurde er mit dem Ehrenkreuz der Bundeswehr in Gold der Bundesrepublik Deutschland ausgezeichnet. In 2011 erhielt er den Ehrenbrief des Deutschen Turnerbundes, in 2016 die Goldene Ehrennadel des Hessischen Turnverbandes und die Goldene Ehrennadel des Landessportbundes Hessen. Der Landkreis Kassel übergab ihm 2017 das Ehrenschild des Landkreises Kassel und das Land Hessen in 2020 den Ehrenbrief des Landes Hessen.

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